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Bukarest Fleisch

Wohl bekomm's!

In den Wäldern Rumäniens hausen grausame Wesen: kleine flinke Mumien mit tappsigen Wurstfingern. Sie essen Menschen. Die armen Kleinen wurden vergiftet; mit Gammelfleisch aus Deutschland. Ein böser Mann hat innerlich verfaulte Rindviecher zu Wurstkonserven verarbeitet und als humanitäre Hilfe nach Rumanien verschifft. Allen, die das Fleisch essen, platzt die Haut ab – dann fangen sie an, andere aufzuessen. Voilá, der Film Bukarest Fleisch von Andy Fetscher.

Aber der Reihe nach:
Der böse Mann hat einen tödlichen Unfall, die Tochter fährt mit ihren Freunden nach Rumänien und will die Sache aufklären. Doch, wer hätte es gedacht, es war gar kein Unfall, es waren die kleinen Mistviecher. Dann treffen sie eine rumänisches Pärchen, das das Gammelfleisch wieder einsammeln und vernichten will. Irgendwie scheinen die lieben kleinen Mumienzwerge etwas dagegen zu haben und essen alle auf. Bis auf die zwei Frauen, die dann noch ne heiße Lesben-Nummer schieben, im Haus von so nem rumänischen Almöhi. Die Tochter fährt heim, mit der Enkelin des Almöhis. Ach ja, Fetscher lässt noch schnell ne Kirche abfackeln, in der so ein Nachwuchs-Zombie sein Fleisch aufbewahrte.

Das ist aber gar nicht so bescheuert, wie sich das jetzt vielleicht liest. Der Diplomfilm von Regisseur Andy Fetscher ist ein konzeptionell stimmiger und sehr gut umgesetzter Horrorstreifen. Er selbst nennt es einen "Liebesfilm". Aber drei Minuten Lesbensex machen aber doch noch keinen Liebesfilm; vor allem nicht, wenn drumherum ein gutes Dutzend Menschen massakriert wird. Hervorzuheben ist in jeden Fall die Machart des Films, allem voran der Filmton samt Sounddesign und Musik. Die Kinoanlage beschallt die Zuschauer intensiv und schonungslos mit Schock und Schrei, Krawall und Keuchen, Wimmern und Flehen. Solange bis bei der zweiten Vorstellung auf den Hofer Filmtagen der Sound-Prozessor kapituliert und die Vorstellung unterbrochen werden muss. Fetscher betont: "der Ton ist sendefähig". Armer Prozessor, ruhe in Frieden – noch ein Opfer des Bukarest Fleisch. Auch Optik, Schnitt und Effekte sind erste Sahne. Großer Respekt vor dem Regisseur und seiner Filmcrew.

Vielleicht hat der Fetschers Andy einen an der Waffel, aber ein saucooler Typ ist er allemal. Wer bei nasskalten 4 Grad Außentemperatur drei Tage lang in kurzen Hosen rumläuft, hat Huldigung verdient.

Fazit: 4 von 5 Löffeln ausgeschabten Rückenmarks für Bukarest Fleisch!

Die brennende Kirche gibt's hier: Filmakademie
Mehr Infos zum Film: Filmdatenbank der Hofer Filmtage

Gammlige Grüße,
die Chantále

Kommentare

2 Kommentare
#2 muddy schrieb am 26.06.2008 18:10

Danke für den Quatsch,
schlimm genug, dass das auch noch aus Deutschland kommt.

#1 Der Hindenburg schrieb am 04.11.2007 23:06

Der Andy ist eine geile Sau Cool
Hoffentlich dreht er noch viele Filme und tritt dem fetten Österreicher ordentlich in seinen fetten Arsch! Der ist schließlich nicht schwer zu verfehlen!
Rock on, Mister Fetscher! Evil