milzwurst deluxe

Meeeeehr!

Scheiß Vögel! | 20.04.2007

Dreck! Mistviecher! Scheiß Vögel! Das ist mal eine ganz neue Art des Parkverbots! Ausgesprochen von Vertretern der gefiederten Tierwelt. Aber wir wollen doch mal sehen... Weiterlesen...
 

Diebesgut | 07.03.2008

Es gibt sie noch, die Gegen-den-Strom-Schwimmer…oder doch bloß eine Werbescherz? Weiterlesen...
 

Porno im Süßigkeitenregal | 29.11.2007

Was mussten meine unschuldigen Augen erblicken, als ich letztens eine weiche Nascherei der Marke MMMMM zu mir nehmen wollte? Weiterlesen...
 

Ich schwitz wie ne Sau! | 18.10.2007

Die Laternen, Ampeln und Hausfassaden unserer Städte sind aber auch ideale Werbeträger für Freak-Veranstaltungen jeglicher Art. Da finden sich Sachen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen – selbst wenn es sich um Schamanische Schwitzhütten handelt. Weiterlesen...
 

Das Ü-Ei wird verboten? Glaub' ich nicht!

Ü18!

Kaum zu glauben: Der Tag ist nahe, an dem die Wirtschaftslobby einmal etwas Gutes und Richtiges tun wird. Auch für das Gemeinwohl. Jetzt ist ihre Chance gekommen, sich für lasche Umweltauflagen, mildtätige Steuergeschenke und versäumte Selbstverpflichtungen jedweder Art zu revanchieren. Und wir werden sie dafür lieben.

Die Lobbyisten sind die letzte Rettung für das Überraschungsei. Seit fast 35 Jahren in den Regalen und in den Herzen von Kindern und Kindgebliebenen ist es zu einem Stück Kultur geworden. Eine Naschtradition und eine der wenigen Konstanten in der wogenden Produktflut. 35 Jahre unter der einfachen Formel: „Spiel, Spaß und was zum Naschen“. Vor allem diese letzte Kombination soll dem Ü-Ei nun zum Verhängnis werden.

Denn die Kinderkommission des Deutschen Bundestages fordert die strikte Trennung von Lebensmitteln und Spielzeug. In einer Empfehlung über „Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag“ haben sie die Kombination von Nahrungsmitteln mit Spielzeug kritisiert. Die Bundestagsabgeordnete der Kommission Miriam Gruß (FDP) sieht ein zu großes Sicherheitsrisiko und meint: „Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln“.

Ü-Eier sind also zu gefährlich für Kinder. Wie gefährlich sie sind, verrät allerdings niemand in der Politik. Eine Statistik über Unfälle in den letzten drei Jahrzehnten in Zusammenhang mit Ü-Eiern wäre da sicher hilfreich gewesen. So bleibt es bei einem weiteren politischen Bemutterungsversuch, der auf die Kraft der untrüglichen Intuition setzt. Oder auf Hysterie. Schließlich befindet sich in jedem Ei schon seit ewigen Zeiten ein Zettelchen, auf dem steht, dass es für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet ist. Und ältere Kinder können sehr wohl zwischen Nahrung und Spielzeug entscheiden. Sonst wären schon Horden von Teddybären grausam zu Kinderschnitzeln verarbeitet und mit ein paar länglichen gelben Legosteinen als Pommes-Ersatz serviert worden. Sollte man wohl auch verbieten – präventiv.

Doch Moment, gemach, gemach. Verbieten, das ist so ein hässliches Wort. Und es wird auch dem Süßwarenriesen Ferrero nicht gefallen, der jährlich etwa 5,6 Milliarden Euro mit seinen Leckereien verdient. Für solche Fälle hatte man doch vorgesorgt und in den 80er und 90er Jahren insgesamt eine Million D-Mark an die hessische CDU gespendet. Dass die das auf schwarzen Konten verbuchen würden, konnte ja niemand ahnen. Umso mehr stehen die Politiker in der Schuld.

Also alles in allem kein Grund zur Sorge. Die Wirtschaftslobby wird’s schon richten. Wenn das nicht hilft, gibt’s Ü-Eier eben nur noch ab 18. Und dann mit kleinen Pornoheftchen und Kondomen drin. Selbstverständlich nur an chipkartengesicherten Automaten, die in speziellen Ü-Ei-Clubs stehen. Ist doch klar. Ein bisschen Prävention muss schon sein. Am Motto müsste man vielleicht noch arbeiten. Wie wär's mit „Sperma, Schweinkram und was zum Vernaschen“?

Tschüssi,
die Chantále


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2 Kommentare
#2 Pattaya schrieb am 03.09.2008 09:48

Die Idee aufgreifend, vermute ich, dass es dann zu einer Erweiterung der Produktpalette Ü-Eier kommt und TÜV geprüfte Überraschungseier für über 18- jährige sowie speziell zertifizierte Eier für Kinder auf dem Markt erscheinen. Es wäre doch bedauerlich, wenn die so bekannten Ü-Eier aus den Regalen verschwinden würden. Leben und leben lassen. Vielleicht wäre das aber auch ein Thema für die größte Überraschungseierbörse der Welt in Dreieich. zwinker

#1 2shae schrieb am 26.08.2008 12:12

Toller Beitrag!
Ich finde es eine Frechheit, überhaupt daran zu denken diese Eier zu verbieten. Es sollte vielmehr Aufgabe der Eltern sein ihren Kindern zu erklären, wo die Grenze zwischen Essen und Spielzeug ist - bei mir hat es auch geklappt...und ich breauche meinen Burger nicht mit Spannung, Spiel und Naschen.....