Hokus, Pokus, Statistikus!
Gerade las ich etwas auf www.spiegel.de, einen Artikel über Statistik und Sternzeichen. Da ging es um Forscher, die herausgefunden haben, dass der Geburtsmonat die Menschen ganz entscheidend prägt und diese dann mit höherer Wahrscheinlichkeit ganz bestimmte Merkmale und Eigenheiten aufweisen. Soweit, so spannend.
Menschen die im April oder Mai geboren wurden, bekommen beispielsweise häufig Multiple Sklerose, die Juni/Juli-Babys dagegen haben häufig eine geringere Lebenserwartung. Für die im August oder September geborenen Kinder heißt der Feind angeblich Hausstaubmilbe. Alles ganz passable USPs, würde ich sagen.
Was mich angeht, liege ich mit meinem Geburtstag genau zwischen den Gruppen Oktober/November und Dezember/Januar. Genauer bedeutet das: ich liege zwischen „Ein großes und langes Leben“ und „Anfällig für Schizophrenie“. Na prima. Ich habe zwar prinzipiell die Aussicht 105 Jahre alt zu werden und dies sogar mit einer „um 16 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit (...) als der Durchschnitt des jeweiligen Geburtsjahrganges“.Was auch immer das heißen mag, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir vorher während einer schizophrenen Wahnvorstellung die Pulsadern aufschneide, ist mindestens genauso hoch. Da gleicht sich das doch wie von selbst wieder aus. Die Natur ist so grausam.
Den Artikel gibt es hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,500134,00.html
Schizophrene Grüße,
die Chantále




auch nachzulesen in der aktuellen "Süddeutsche Zeitung Wissen". Wirklich sehr lesenswert...