Kienzle ist toll!
Ulrich Kienzle ist ein netter Mann. Sympathisch und intelligent. Wir sind stolz, dass wir ihn auf dem Süddeutschen Journalistentag in Nürnberg treffen durften. Natürlich haben ihn ganz unverschämt gleich mit einem Foto belästigt. Naja, das überlebt er schon. Schließlich ist er schlimmeres gewöhnt. Wer Saddam Hussein interviewt hat, den können auch vier Milzwürste nicht schocken. Fazit: Kienzle ist toll!
Also, schaut mal wieder WISO auf ZDF.
Milzwurst zwischen Kaffee und Kuchen!
Der erste Milzwurst-Familienausflug muss schon was besonderes sein. Welch Glück, dass der Journalistentag 2007 in Nürnberg stattfindet! Denn was könnte passender für vier aufstrebende und überaus gut aussehende Nachwuchsjournalisten sein?
Irgendein Fußballspiel scheint statt zu finden, denn am Hauptbahnhof Nürnberg laufen grölend die bunt beschalten Fans herum. Ganz anders an der Messe. Hier soll der Journalistentag stattfinden, doch die Schilder weisen nur auf einen Eday hin. Das hat trotz phonetischer Ähnlichkeit allerdings weder etwas mit Normandie-stürmenden Helden, noch mit virtuellen Auktionshäusern zu tun. Doch der Investigativjournalist findet natürlich schnell die richtige Halle, staubt schnell noch die letzten Reste vom Frühstücksbuffet ab und hört sich im ersten Forum an, was die Zukunft so bringen wird. Und das ist natürlich vor allem eins: Das Internet. Alles wird sich ändern. Willkommen auf der Milzwurst!
Wenn online also Zukunft ist, sollte man sich auch das online-Forum geben. Gut, dass es mittlerweile auch schon Mittagessen gibt. Sehr lecker – tolles Buffet. Und toller Espresso-Wagen, dessen Verkäufer ein Auge auf Dr. Evil geworfen hat und schön das Schäkern anfängt. Egal, Profis lassen das links liegen. Zur Belohnung gibt einen unglaublich mies moderierenden Thomas Mrazek, der Münchens PODcast-Ikone Annik Rubens an der kurzen Leine hält und lieber mit MDR-Mensch Georg Maas redet. Hat der MDR überhaupt eine Homepage? Sind die MDR-Zuschauer nicht viel zu alt, um den Weg ins Netz zu finden? Dann doch lieber noch mal das Buffet.
Anschließend noch Sprache im Journalismus. Schadet ja nicht – man kommuniziert ja schon irgendwie damit. Graf Hindenburg sammelt aber lieber Kulis ein. Auch schön. Genau wie der Referent. Finden zumindest Dr. Evil und der eintreffende Graf. Ergo bleiben sie da und himmeln, während die Damen zum Pralinenstand einer Versicherung gehen. Was haben Pralinen eigentlich mit Versicherungen zu tun? Überhaupt scheint ein Journalistentag größtenteils daraus zu bestehen, eher oberflächlichen Gesprächen zuzuhören, immer wieder den singenden Cocktail-Mixer zu besuchen und natürlich – ganz wichtig – lecker zu essen.
Um 16h ist der Spaß leider wieder vorbei. Die Creme de la Creme der süddeutschen Journalistik packt zusammen, nimmt noch schnell einen Schoko-Crepe mit auf den Weg, beobachtet Dr. Evil beim Espresso-Mann-links-liegen-lassen und macht sich auf den Heimweg. Selten für einen Anteil am Bayern-Ticket so lecker gegessen – schöner Ausflug. Findet auch Fernseh-Ikone Ulrich Kienzle, der sich als großer Fan der Milzwurst outete und es sich nicht nehmen ließ, mit den vier Deluxe-Schreibern fotografiert zu werden. Oder so.


