Schäuble räumt die rechte Szene auf
Man mag es kaum glauben: Zwischen all seinen umfassenden Antiterror-Forderungen findet Wolfgang Schäuble sogar noch Zeit, etwas Handfestes zu tun. So geschehen am heutigen Mittwoch, an dem er zwei rechtsextreme Vereine verboten hat. Offiziell, weil die Vereine „Sammelbecken organisierter Holocaustleugner“ waren. Allerdings könnte man es genauso gut mit den Vereinsnamen begründen: Denn die gehören in jedem Fall verboten. Tragen sie doch die hübschen Titel „Collegium Humanum“ (CH) samt Teilorganisation „Bauernhilfe e. V.“ und „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV). Vor allem Letzteres erinnert doch stark an eine Infektionskrankheit, so wie SARS oder H5N1. Davon abgesehen ist der Anblick einer derartigen grammatischen Vergewaltigung tödlich für jeden sprachbewussten Menschen. Und „Bauernhilfe“? Also bitte, das muss doch nun wirklich nicht sein. Es weiß doch heute jeder, dass die sich mittlerweile Landwirte oder Agrar-Manager nennen. Tsss ...
Fortan ist den Vereinen durch die Verbote jede Betätigung sowie die Bildung von Ersatzorganisationen untersagt. Zuwiderhandlungen sind strafbar. Bescheuerte Vereinsnamen an sich bleiben aber erlaubt. Vielleicht auch gut so, es könnte ja einer auf die absurde Idee kommen, „Freunde der Milzwurst“ gehörte auch in diese Kategorie ...
Tschüssi,
die Chantále
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