Yi bei pi jiu doa tschao tschien?
Häää? Was bitte? Was sind das für Laute? Das kommt aus dem Nebenzimmer. Da lernt die Freundin wieder Chinesisch. Nicht fragen warum und am besten verschwinden. Denn erstens ist es ziemlich anstrengend für Zwerchfell und Gesichtsmuskulatur und zweitens erfährt man lauter Sachen, die von zweifelhafter Relevanz sind. Wie zum Beispiel: „Yi bei pi jiu doa tschao tschien?“, das soll heißen: „Was kostet ein Glas Bier?“. Aha, das ist auch sehr wichtig, schließlich ist China berühmt für sein gutes Bier, gebraut nach Maos Reinheitsgebot. Was heißt denn Katze? Oder Hund? Weiß ich nicht, haben wir noch nicht gelernt. Wiebitte? Das wär doch viel wichtiger. Wie soll man denn in China was zu essen bestellen, wenn man nicht weiß, was Hund heißt?!? Naja, vielleicht liegt's auch an der Lehrerin. Keine Chinesin, sondern deutsch. Und außerdem die Ex-Frau von Guildo Horn. Das erklärt doch so manches. „Konfuzius hat euch lieb!“
Tschüssi,
die Chantále



