Es gibt doch noch was!
Auf YouTube gibt’s ein Video von Schwarzwald. Leider erkennt man nicht viel, nur dass die irgendwie um ein Feuer rumrennen und offensichtlich schlechte Laune haben. Von Schwarzwälder Torte keine Spur. Das macht's irgendwie unglaubwürdig. Naja, seht selbst: www.youtube.com/watch.
Kleiner Akustik-Tipp
Black Metal ist so ziemlich die einzige Musikrichtung, die man über die integrierten Notebook-Lautsprecher originalgetreu anhören kann. Über eine hochwertige HiFi-Anlage klingt das auch nicht besser. Der scheppernde Grundton der Miniatur-Brüllwürfel unterstreicht sogar den fiesen Charakter der Musik. Und darum geht es schließlich.
Bläggmeddl, G'schebber, Gebutzdach
Black Metal ist heute mächtiger denn je. Aus diesem Anlass nun ein Review einer tollen Scheibe aus dem Jahre 1997. Sozusagen als Gratulation zum zehnjährigen (Be-)stehen in meinem Regal hier ein total trues blashemic Loblied auf „Schwarzwald“ von Unlord. Prächtiges Stück schwarze Musikgeschichte aus Holland! Das erste von insgesamt drei Alben der Truppe mit den evil-spaßigen Namen. Ich sage nur: Ghor-Gho-Thon und Xzerberus Szyphiluss. Das klingt stark nach Geschlechtskrankheiten, sind aber die Pseudonyme zweier Bandmitglieder.
Es geht los. Der Opener nennt sich Inferno Bizarre, welch gekonnte Einleitung. Geschätzte 180 bpm, Blastbeats in typischer Bläggmeddl-Manier, Gitarrengeschrubbe, wütendes Geschrei. Der ein oder andere Break sorgt schon fast für eine progressive Anmutung, für Black Metal Verhältnisse versteht sich. Song Nummer zwei: Uprising Hordes. Ein Fan von scharzem Düstermetall sieht jetzt wahrscheinlich schwarz gepanzerte Reiterhorden mit glühenden Schwertern durch den seelenlosen Nachtwald preschen. Ich sehe Balu den Bär aus dem Dchungelbuch, wie er fröhlich tanzt und singt. Das passt besser. Zu Rivers of Fire and Blood fällt mir nix ein, das ist auch selbsterklärend. Dann folgt der Namensgeber des Albums: SCHWARZWALD!
Untypischerweise ist das Werk im Midtempo angelegt und eignet sich so ideal als Background-Music für den Kaffeklatsch zu dem es selbstverständlich Schwarzwälder Kirsch gibt. Ja mann, Kalauer-King is back! Die Jungs haben sich beim Schreiben der Songs eben Gedanken gemacht. Naja, es wird trotzdem nicht besser mit zunehmender Spielzeit. Es folgen noch ähnliche Songs mit den wunderschönen Titeln Outburst of Hate, Messiah Noir, Thunderbuilder, Summuned Be Thy Flesh und mein Lieblingssong: Monarchy Dies. Der dauert nämlich nur 1:19 und lässt sich so gut in voller Länge ertragen. Nunja, so wie's aussieht gibt’s hier nichts mehr zu ergänzen. Leider haben Unlord seit 2002 nichts mehr von sich hören lassen. Schade. Wieder hat die Szene eine grandiose Band verloren.
Fazit: 2 Tulpen von 5 für Schwarzwald.
Tschüssi,
die Chantàle


Vorsicht ist wahnsinnig laut eingestellt auf YouTube! Aber sonst ein ganz vorzüglicher Track, bei dem man tatsächlich nicht den Bass einschalten sollte
Danke, Danke, Danke!
Elm.
Die Knödelmiliz wird euch alle kriegen. Und dann ist Ende mit Kuchen. Zu Windbeuteln werden sie euch verknödeln!