milzwurst deluxe

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Mehr Infos und Termine auf der Webseite des Werkhaus: www.werkhaus-ev.de
Weitere Musik und Videos von David Porteous finden sich unter:  www.davidmusic.ca

Download Video

david_0001.wmv

"Leaving like a friend" von David Porteous im .wmv-Format als Download. Alternativ gibt's das Video auch bei YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=eMtVwBRoTaA

Smoothes Kontrastprogramm

David Porteous

Ein verstecktes Hinterhofgebäude in der Münchner Leonrodstraße. Hierher kommt man kaum zufällig. Aber wir haben es ja auch extra gesucht. Das Werkhaus. Hier ist jeden zweiten Freitag "Offene Bühne".
Innen schimmert bernsteinfarbenes Licht und erzeugt perfekte Easy-Listening-Atmosphäre. Die ersten spielen schon. Da kann der Tag noch so stressig gewesen sein, zwei Acoustic-Songs mit Geige, Flöte und Gitarre später ist alle Anspannung des heißen Tages weggespielt. Das Publikum besteht zum großen Teil aus Musikern. Durchschnittsalter: 40+. Die meisten sehen etwas abgefahren aus. Vor allem dieses eine Trio. Songs von Freddy King vorgetragen von einem netten Almöhi mit Akustik-Gitarre, einem Emo-Rocker mit Steel-Guitar und "the man on the drums", Mr. Metronom. Plip Plop. Der nächte Typ sieht haargenau so aus wie Brandon aus der BBC-Serie The Office. Verblüffend. Ich sage nur: "Free Love on the Freeway". Aber Wolfgang Klossek spielt gut. Sein Kollege mit der Violine ist spindeldürr aber auch er hat so einiges drauf. Wenn man diese Musiker auf der Straße sähe, ohne Instrument und Bühne, würde man nicht vermuten, was hier für Talente schlummern. So weit entfernt ist es vom Klischee aus Medien und PR. Keine expressionistisch schillernden Entertainer und großen Stars. Understatement pur. Bei manchen Songs an diesem Abend hat man, so bescheuert es auch klingt, irgendwie das Gefühl gut aufgehoben zu sein. Und darum geht es offensichtlich. Musik, ungeschönt. "Zuhören, statt sich zuschütten und ratschen", meint schließlich auch der Organisator Franz Wimmer. Er macht das schon zehn Jahre. Damals hat er die Veranstaltung von einem Australier geerbt und wollte sie einfach nicht sterben lassen. Das Werkhaus stellt die Bühne kostenfrei zur Verfügung und bietet damit Künstlern die Möglichkeit ihr Talent einem anspruchsvollen Publikum zu zeigen. Und dies in ihrer reinsten und urprünglichsten Form. Ohne Amps, ohne Mikros ohne Elektronik. Die Akustik ist so zart, dass man zwischen den Tönen den Atem des Musikers hört und wie er im Takt auf den Bühnenboden stampft. Das Publikum macht keinen Mucks und hört einfach zu. Gefühlvolle Balladen von Willy Astor lullen einen ein und lassen einen mit der Welt zufrieden sein. Die weiteste Anreise des Abends hatte sicher der kanadische Singer/Songwriter David Porteous. Vier Songs gefühlvoller Folkrock bezaubern die Anwesenden. Vor allem "Don't wait Babe" pendelt zwischen seichten Tönen und kräftigen Anschlägen und nimmt das Publikum mit.
Ein Abend im krassen Gegensatz zum normalen Ausgehprogramm. Nicht laut, nicht über ein Promille und nicht zu viel Action. Und trotzdem rundum gelungen. Eine entspannte Reise durch die Bandbreite der Musik, von Blues über Folk zur Klassik. Vom Pop zur Weltmusik und zurück zum Rock. Echt smooth. Seit langem einer der besten Freitage. 

Tschüssi,
die Chantàle

Kommentare

1 Kommentar
#1 Michael schrieb am 27.05.2007 11:38

David is the best! Super Konzert echt. Cool