Das Steffi-Problem und andere Vorurteile...
Wer kennt das nicht: Damals im Kindergarten gab es diese eine Person, die schon damals im zarten Alter von fünf total scheiße war. Bei mir hieß diese Person Steffi. Seitdem habe ich große Probleme mit Menschen, die Steffi heißen. Blöd ist das natürlich, wenn diese Steffis nicht doof, sondern unglaublich nett sind. Ich kann nix dafür, aber sobald sich mir jemand mit „Steffi“ vorstellt, dann denke ich automatisch „Oh, nein. Die ist bestimmt ätzend“. Da ich aber ein Mensch bin, der sich gerne vom Gegenteil überzeugen lässt, versuche ich zumindest, ihnen eine faire Chance zu geben, die dieses Steffis dann auch wirklich nutzen (gell, Steffi?). Mittlerweile kenne ich sehr viele Steffis (Dieser Name ist wohl so eine Art Generationsproblem), die eigentlich alle, bis auf diese erste eben, total nett sind. Und trotzdem krümmt sich meine Magen immer erstmal zusammen, wenn ich den Namen „Steffi“ höre...
So geht es mir übrigens auch mit Menschen, die aus Bochum kommen. Ich habe nur erst einen offiziell persönlich kennengelernt, aber – Huiiii! - war das eine Evolutionsbremse! Und wegen diesem einen Menschen ist es mir gelinde gesagt egal, ob dieses doofe Nokia-Werk schließt oder nicht. Obwohl die Arbeiter dort bestimmt alle super nett sind.
Ich hege aber auch gegen einige Besucher, speziell weiblichen, bestimmter Studiengänge Vorurteile, die sich schlecht beseitigen lassen. Während nämlich „normale“ Studenten in der Bibliothek lernen, laufen aufgetusste Quasi-Juristinnen den ganzen Tag auf und ab, um sich den geeigneten Mann für ihren Lebensabend abzugreifen. Kleiner Tipp: Da hätte man nicht gleich studieren und den Eltern auf der Tasche hängen müssen. Im Krankenhäusern rennen schließlich haufenweise Chefchirurgen rum. Um an die ranzukommen, muss man nur eine Lehre als Krankenschwester machen. Oder man arbeitet einfach als Thekenschlampe im P1.
Ungesehen habe ich das Vorurteil übernommen, dass alle Maschinenbäuerinnen in spe einen Bart und Sozialpädagoginnen unrasierte Beine haben.
Heikel ist es bei mir auch mit Essen, dass nicht so klingt als ob es schmeckt. Es kann noch so lecker sein, wenn es einen ekligen Namen hat, lasse ich die Finger davon. Ich esse zum Beispiel keine Grütze, weil es wie „Kotze“ klingt. Wohingegen ich komischerweise Muscheln esse, obwohl die auf italienisch "Koze" heißen. Dafür vermeide ich Kutteln. Oder Aspik. Oder Saures Lüngerl. Und Eisbein erinnert mich einfach an „Raucherbein“.
Es gibt aber auch Dinge und Menschen, die ich ausgesprochen mag, weil ich eben sehr gute Erfahrungen mit ihnen gemacht habe oder sie einfach nur gut klingen. Philipps zum Beispiel. Die sind alle ganz großartig! ALLE. Ohne Ausnahme. Oder Leute, die aus Köln, Regensburg oder Hof und Umgebung kommen. Auch Schokolade hat meine Sympathien.
Dennoch: Das Steffi-Problem ist überall... Es leben die Vorurteile!
Gruß,
der Graf
(Kopie 1)
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JAAA!

hass mich!
Juhu, ich wurde erwähnt :-))).
Exzellenter Blog!! Kompliment, hier macht das Lesen Spaß!
Meint eine Nicht-Steffi aus Köln