Die Rache des Binomi
Wie schön, wenn man etwas zu feiern hat. Und sei es, dass man wieder ein Jahr älter geworden ist. Dann lädt man allerhand Leute zu sich ein und amüsiert sich bei Speis und Trank. Vor allem bei Trank. Etwa mit dem guten „Bauernhaus Feige“ für 3,99. Super Zeug.
Irgendwann wird’s dann lustig und man beschäftigt sich mit sagenhaft interessanten Dingen, wie zum Beispiel einem Buch mit dem Titel „Denken mit Spaß“. Dieses lag vor etwa drei Jahren unaufgefordert in meinem Briefkasten – ohne dass ich es je bestellt hätte. Jemand dachte wohl ich sollte wieder etwas mehr denken. Dieses Buch sorgte jedenfalls dafür, dass sich die versammelte Milzwurst-Gemeinde zwischen 23:00 und 0:00 an einem Samstagabend über Aufgabe Nummer 77 den (dank Bauernhaus mittlerweile etwas schweren) Kopf zerbrach. Da stand etwas von einer Mutter und ihrem Sohn, die am gleichen Tag Geburtstag haben, nur eben in verschiedenen Jahren. Dann war da noch der Arbeitgeber der Mutter, welcher ihr wegen des Doppelgeburtstags frei geben sollte. Auf die Frage, wie alt die beiden denn nun seien, sagt die Frau: „Mein Alter multipliziert mit dem meines Sohnes ist um 11 weniger als das Quadrat der Differenz unserer beiden Alter.“ So oder so ähnlich. (Ich habe das Buch noch am selben Abend verschenkt und kann den genauen Wortlaut nicht mehr wiedergeben.)
Nachdem sich nun alle für unglaublich schlau hielten und jeder in der Schule Mathematik hatte, wurde flux drauf losgerechnet – und dabei alles in Reichweite mit Gleichungen vollgeschmiert. Sunshine Barbi freute sich schon über ihren Lösungsweg, nur um dann feststellen zu müssen, dass Null immer noch gleich Null ist. Das war sie wieder: „Die Rache des Binomi!“ So nannte es mein früherer Mathelehrer immer, wenn jemand eine Gleichung nicht lösen konnte ... Währenddessen spielten sie auf dem Teppich nebenan Wurst-Memory mit 16 verschiedenen Wurstsorten, die haben sich vielleicht köstlich amüsiert.
Die Lösung, die das Buch anbot, stellte aber dennoch kaum einen von uns zufrieden. Diese Penner hatten nämlich in der Formelsammlung nachgeschaut und irgendwas über Zahlenreihen verzapft. Wir hatten selten so viel Spaß beim Denken.
Ganz nebenbei quält mich aber noch eine andere Frage, die das Buch offen gelassen hat: Hat die Mutter nun frei bekommen oder nicht? Denn wenn ich der Arbeitgeber wäre und die Frau mir so einen Bullshit erzählt, für den ich dann stundenlang Gleichungen lösen muss, um herauszufinden wie alt sie und ihr Sohn denn nun sind, dann hätte ich die eh unbefristet beurlaubt.
0 = 0,
die Chantále
P.S.: Wie alt die beiden nun wirklich waren, hab ich leider vergessen. Davon abgesehen will ich euch den Spaß auch nicht verderben.





die lösung war: der sohn ist 23 und die mutter 60.
ich habe mit der schwulen gleichung gar nicht erst angefangen. mathe war bei mir immer schon ein hoffnungsloses unterfangen. wie soll man denn auch bitte mit buchstaben rechnen können, vor allem mit griechischen?
blödsinn!
"wurzeln" kenne ich nur aus der botanik und vom zahnarzt. "brüche" von knochen oder nasen. und "roh" von gemüse oder fleisch.
im richtigen leben musste ich noch nie die zweite ableitung von irgendwas machen geschweige denn irgendeine kurve diskutieren (nicht mal in der fahrschule).