Es gibt Tage, da sollte man einfach nicht aufstehen
Wie heute. Es ist Freitag. Ich habe schlecht geschlafen. Muss aber trotzdem früh aufstehen. Muss ja schließlich arbeiten. Verdammte Scheiße. Ich quäle mich also aus dem Bett. Der Wetterbericht im Radio sagt mir, dass zu den momentanen Böen (die mit ein Grund für meinen Schlafmangel sind) im Laufe des Tages noch Schnee dazu kommen soll. Dieser Schnee bleibt auch. Für die nächsten Tage gleich. Die Böen auch. War ja klar. Wenn schon, denn schon.
Okay, dann habe ich ja noch Zeit, um bedenkenlos zu lüften, ohne dass mir Sachen um die Ohren fliegen. Balkontür auf. Frische Luft tut schließlich der Seele gut und schützt außerdem die Wohnung vor Schimmel (habe ich mal gelesen). „Es ist scheiße kalt“, beschließe ich nach 15 Minuten und will die Balkontür wieder zumachen, was aber nicht geht. Es geht nicht! Ich kriege diese verdammte scheiß Drecksbalkontür nicht zu! (Anm. des Autors: Ich habe ein Apartment – Nur um das Ausmaß dieses Problems zu verdeutlichen)
Super! Toll! Sowas mag ich. Ich beginne laut zu fluchen. Meine Nachbarn werden davon wach. Das ist mir aber herzlich Wurst. Die sind eh arbeitslos. So haben sie wenigstens was vom Tag und vom Privatfernsehen.
Ich rufe meinen Vermieter an. Der ist auch so nett und kommt gleich mit einem Werkzeugkoffer. Nachdem er dann diverse Male versucht hat, diese verfickte Balkontür zu schließen, fängt er an, „Dinge“ abzuschrauben. Das scheint zu wirken, weil sich nach dem 5. Ding die Tür problemlos schließen lies. Allerdings dichtet die jetzt nicht so gut ab. Sprich: Es zieht. Wie Hechtsuppe. Das ganze Wochenende über, weil mein Vermieter sich erst am Montag um die Tür kümmern kann.
Ich hasse diesen Tag jetzt schon. Und ich weiß, er kann auch nicht mehr gut werden. Das weiß ich aus Erfahrung. Also trage ich ihn mit Fassung.... Mir bleibt auch nix anderes übrig.
Prost!
Gruß,
Der Graf
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