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Es gibt Tage, da sollte man einfach nicht aufstehen | 21.11.2008

Wie heute. Es ist Freitag. Ich habe schlecht geschlafen. Muss aber trotzdem früh aufstehen. Muss ja schließlich arbeiten. Verdammte Scheiße. Und dann das noch... Weiterlesen...
 

Thaisuppe verstehen lernen | 26.07.2007

Schon mal was von „Gang(bang) Massaman Muh“ gehört? Oder von „Gai Phad Met Mamuang“? Klingt pervers, hä? Finde ich auch, aber sagt das mal den Thailändern, die ihren Gerichten so abartige Namen geben. Weiterlesen...
 

Feiertag!!! | 26.05.2007

Morgen ist Feiertag! Wie schön, da freut man sich. Da kann man ausschlafen und dann vielleicht was unternehmen. Genau. Was „unternehmen“. Irgendwas Tolles... Weiterlesen...
 

Männer, auf zur Rebellion!

Männerfutter

Na, heute schon gefrühstückt, Männer? Hoffentlich doch was Gesundes! Müsli, Knäcke, Vollkornschrot? Nein? Schande über euch! Denn heute am 3. November ist Weltmännertag – und der soll das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern. Ja ja, richtig gelesen.

Der gesundheitliche Bereich also, diesem Mist können sich nur Frauen ausgedacht haben. Quasi als übergeordnete Legitimation für Sätze wie: „Schatz, iss nicht soviel Süßes, trink nicht schon wieder Bier. Wir sollten mal wieder Sport machen. Du kriegst da auch schon ein kleines Bäuchlein! Und wie geht’s eigentlich deiner Prostata?“

Es ist grausam: Männer können sich nicht mal selbst aussuchen, wofür sie gerne einen Männertag hätten. Und dann verspottet man sie auch noch. Im Grunde ist der Weltmännertag vollkommen diskriminierend. Das ist ja gerade so, als ob sich Männer einen Weltfrauentag ausgedacht hätten, an dem es vorrangig darum geht, Frauen einen besseren Umgang mit Elektrowerkzeugen beizubringen. Die Welle der Empörung wäre unfassbar. Man kann sie förmlich schon rauschen hören. Sexistisch und diskriminierend wäre das! Eine Abscheulichkeit, zu der nur Männer fähig sein können. Doch was ist nun mit dem Weltmännertag? Der ist genauso eine Themaverfehlung. Bewusstsein für den gesundheitlichen Bereich? Das klingt doch nicht nach Männertag. Ein richtiger Männertag hätte drei Leitmotive: Fußball, Titten, Bier. Und das wäre auch gut so.

Wenn es schon einen Tag geben soll, an dem der Mann Mann sein darf und an dem er das feiert, dann besteht der doch nicht aus Müsli am Morgen und einer Vorsorgeuntersuchung am Abend. Geradezu idiotisch ist das. Es reiht sich ein in die Palette aller sinnlosen Welt-Dingsbums-Tage, die jedes Jahr lediglich ein 24-stündiges Medienecho hervorrufen, sonst aber rein gar nichts bewirken. Woher kommt dieser Gedanke, dass es schon reicht, einfach ein Welttag für etwas auszurufen, damit dann plötzlich alles gut wird? So ein Quatsch. Soll doch der Mann das ganze Jahr über gesund leben und sich bilden und weiterentwickeln. Dagegen kann ja niemand etwas haben. Dafür lässt man ihn dann einmal im Jahr so sein, wie er will. Dann denkt er auch von ganz alleine an seinen Weltmännertag, dann hätte er nämlich was zu feiern.

Was würden denn die Frauen sagen, wenn sie nur einen Tag im Jahr Gleichberechtigung erführen und sonst rigoros im Patriarchat unterjocht würden? Ein toller Weltfrauentag wäre das für sie. Das gäbe so richtig Grund zum Jubilieren.

Es muss sich also dringend etwas ändern bei diesem Weltmännerverbesserungstag, so ist er untragbar. Und die Chance besteht: Denn der Schirmherr des Tages ist Michail Gorbatschow, der in Sachen Glasnost (wörtlich: Offenheit) und der Perestroika (wörtlich: „Umbau“) schon einige Erfahrung gesammelt hat. Die können wir nun gut gebrauchen.

Mal davon abgesehen: ein Russe als Schirmherr für einen Männer-Gesundheitstag? Das ist ungefähr so glaubwürdig, wie Wodka gesund ist. Das schreit nach Revolution. Darauf einen Doppelten. Nastrovje Männer! Auf eure Gesundheit!

Tschüssi,
die Chantále


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