Schachsport rules!
Schach ist die einzige Sportart, die meinem natürlichen Bewegungspensum entgegenkommt. Denn Sport verabscheue ich normalerweise. Aber Sport wird ja immer wichtiger, vor allem in so einer gestörten Stadt wie München, wo die Leute in ihrer Freizeit anscheinend nichts anderes tun, als zu Joggen, Wandern, Schwimmen, Radfahren und Nordic-Stecken-hinter-sich-herschleifen. Das setzt mich unter Druck. Da muss man sich was überlegen, denn man wird ständig damit konfrontiert. Deshalb habe ich Schach für mich entdeckt. Wenn wieder irgendjemand sagt: “Du solltest mehr Sport treiben!”, kann ich sagen: “Ja, mach ich, drei mal die Woche eineinhalb Stunden.” Dann staunen die anderen über meine Ausdauer und Disziplin. So viel schaffen die nämlich nicht.
Weil Schach von Natur aus aber recht eintönig ist, findet es nicht so viele Anhänger, das ist fast so wie bei Power-Breastfeeding. Da sollte man aber endlich etwas dagegen tun. Ich habe mir deshalb ein paar Maßnahmen überlegt, wie man Schach aufpeppen und für mehr Menschen interessant machen könnte.
Vorschlag 1: Wir kombinieren Schach mit Gewichtheben. Dazu brauchen wir einfach nur diese Riesenschachfiguren aus den Grünanlagen mit Blei zu füllen, schon kann's losgehen. Wem das nicht krass genug ist, der mache das Ganze nackt.
Vorschlag 2: Gartenzwerg-Schach. Die Schachfiguren durch Gartenzwerge ersetzen.
Vorschlag 3: Schach-Kegeln. Einfach die Bowling-Kugel dem Riesenschach entgegen schleudern. Wer den König stürzt, hat gewonnen.
Vorschlag 4: Lebend-Schach mit echten Menschen in komischen Kostümen.
Vorschlag 5: http://www.rgross.de/games/schach/schach.htm
Vorschlag 6: Gemüse-Schach mit Wurzelgemüse. Der Staudensellerie ist der König. Außerdem: Bio ist grade total in!
Vorschlag 7: Spontanes Kamikaze-Schach mit Gangsta-Rappern in der U-Bahn. Einfach mit dem Schachbrett in den Untergrund und die Homies spontan ansprechen. Sagt das Spiel heißt “Checker-Chess” und dass es darum geht, den Obermacker zu dissen. Das wird krass.
Viel Spaß dabei,
die Chantále



