Warum FI-Schalter für die Verspätungen bei der U-Bahn verantwortlich sind
Es gibt viele Dinge, die ich hasse. Eins davon ist sicherlich folgende Situation:
Es ist so ungefähr 18.00h. Nach einem dreckslangweiligen Arbeitstag geht man aus der verhassten Firma und steht frustriert am U-Bahn-Gleis. Einziger Lichtblick: Der wohlverdiente Feierabend, den man mit lieben Menschen und sinnvollen Dingen verbringen kann. Und dann ertönt plötzlich folgende Durchsage am Bahnsteig:
„Liebe Fahrgäste, aufgrund eines Personenschadens kommt es auf der U-Bahn-Linie XY für unbestimmte Zeit zu Verspätungen. Wir bitten um Verständnis.“
Argh! Schon wieder so ein sensationsgeiler Selbstmörder, der seine friedliche Umwelt in die Umsetzung seiner Taten mit reinziehen wollte! Was für ein Penner!
Früher, ja früher haben die Leute noch ihre Föns in der Badewanne versenkt. Da das ja aber nun wegen der völlig überschätzen Erfindung des FI-Schalters nicht mehr geht, sehen viele den Ausweg im Freitod durch Zugüberfahren. Dabei kann man sowas bestimmt auch prima weiterhin alleine im stillen Kämmerlein durchziehen. Da stört man niemanden und der gewünschte Effekt (ergo Tod) tritt auch ein.
Da wir besonders großen Wert auf Service legen und unseren Lesern gerne helfend und beratend zur Seite stehen, hier einige Alternativen, den Freitod etwas intimer zu gestalten:
- Teuer: Man setzt einen Killer auf sich an. Vorteil: Bei einem erhöhten Adrenalinspiegel verbrennt man mehr Kalorien und nimmt ab
- Nicht ganz so teuer: Ab in den Baumarkt und die nächste Hechselmaschine kaufen. Und rein mit Euch. Das kitzelt am Anfang ein wenig. Das vergeht aber recht schnell. Entweder lässt man sich dann umweltfreundlich kompostieren oder zu folgendem Rezept verarbeiten
- Sozial asozial: „Der Kannibale von Rothenburg“ sitzt leider schon hinter Gittern. Hilfsbereite Menschen mit ähnlicher Veranlagung findet man aber mit Sicherheit irgendwo im Internet. Auch hierzu eignet sich der oben genannte Rezeptvorschlag
- Weitere Tipps unter: www.unmoralische.de/mum.htm
Hiermit plädiere ich an alle, die in der Zukunft Suizid-Pläne haben:
„Ihr könnt machen, was Ihr wollt, aber haltet mich und den U-Bahnfahrer, der für sein Trauma nicht mal eine ordentliche Therapie bekommt, bitte raus! Ich will doch einfach nur pünktlich Heim / in die Arbeit / ins Kino / zu einer Party / zu Freunden (ja, so was gibt es!). Wenn Ihr Pech habt, dann verliert Ihr bei so einer Aktion beide Arme. Und dann könnt Ihr Euch nicht einmal mehr die Pulsadern selber aufschneiden.“
Gruß,
der Graf





Das gilt übrigens auch für Bahnstrecken, die sind für potentielle Selbstmörder genauso tabu!!! Wer will schon nach etwa sieben Stunden Zugfahrt die Durchsage hören: "Wegen Personenschadens auf der Strecke vor uns wird sich die Weiterfahrt unseres ICEs um etwa 60 bis 90 Minuten verzögern." Argh, da könnte man doch glatt zum Massenmörder mutieren!