milzwurst deluxe

Sonst noch was?

Ich war Teil einer Untergrundbewegung | 23.10.2007

Welche Rückschlüsse kann man nun für die Münchner U-Bahn ziehen, wenn man sich das nebenstehende Bild ansieht? Aufgenommen an der Haltestelle Fraunhoferstraße. Seit wann ist diese U-Bahn-Station bitte schon undicht, wenn da Tropfsteine wachsen? Weiterlesen...
 

Das Todeslaken | 30.12.2007

Ich muss vielleicht bald sterben. Ich oder ein anderes geliebtes Mitglied der Familie. Es ist unausweichlich. Meine Schwiegermutter in Spe hat gewaschen. Weiterlesen...
 

Schnappi, schnapp den Zucker! | 12.01.2009

Wer schon immer Einblick haben wollte, wie ein derart geniales Gehirn wie das meinige intern so funktioniert, dem sei die Interpretation des folgenden Satzes nahegelegt: „Schnappi, schnapp den Zucker!“ Weiterlesen...
 

Weihnachten im Arsch

Auf der Suche nach der Lösung oder nach einem stillen Örtchen?

Es gibt diese Abende an denen fühlt man sich unglaublich toll. Nette Abende vor Weihnachten. Wenn alle ehemaligen Schulkameraden in derselben Kneipe im Heimatort zusammenkommen und über die guten alten Zeiten philosophieren. Wie jedes Jahr. Ohne dass es jemand geplant hätte, ist es schon zur Tradition geworden. Dieses Jahr sollte es nicht anders sein. Oder doch, ein bisschen schon.

Ganz unverfänglich beginnend arteten die Erzählungen über die guten alten Zeiten etwas aus; nicht nur in sehr alt, sondern auch in, sagen wir einmal, „ungewöhnlich”. Höhepunkt dieses Exkurses in die glorreiche Vergangenheit waren die Geschichten zweier Schwestern; ihre Namen möchte ich hier nicht nennen. Sagen wir es so: Die kleine Schwester sprach dem Alkohol etwas mehr zu als die große und erzählte den übrigen Anwesenden peinliche Kamellen aus dem Vorschulalter. Wie es eigentlich meistens ist, wenn die zwei Schwestern ihren Kumpel Alki besuchen gehen.

Die thematisch passenden Episoden über den ersten Vollrausch und das Kotzen, sowie über die Schüssel und den Eimer und das Auto der Lehrerin waren relativ schnell abgehakt, so dass bald einen Gang höher geschaltet werden konnte. Die Anekdote über die sprechende Steckdose war so komisch wie immer, aber was folgte, war auch für meine Ohren neu und ungewohnt. Es ging, knapp zusammengefasst, um einen Scheißhaufen in Form einer Spielzeugpistole. Und darum wie versucht wurde diese vermeintliche Pistole „aufzuräumen“. Als dann die Person neben mir (auch ihren Namen ordne ich lieber dem Informantenschutz unter) anfing zu berichten, dass sie einmal das Spiralmuster auf dem Teppich im Wohnzimmer „nachzukacken“ versucht hat, versank der Abend so langsam immer tiefer in der Sch***. Ich konnte nur erwidern, dass ich mich zwar an keine aufwendig verzierten analen Kunstwerke meinerseits erinnern könne, es mir aber einer Ehre sei mit den Künstlerinnen am Tisch auf deren frühe Werke anzustoßen. Ich versuchte dem Gespräch eine neue Richtung zu geben, indem ich die kleine Schwester fragte, was das Studium der Veterinärmedizin so mache. Aber kaum eine Minute später höre ich mich schon fragen, wie sich das so anfühle, wenn man bis zur Schulter im After einer Kuh steckt. Es folgte eine ausführliche Erklärung darüber, dass es dabei um das Betasten der Eierstöcke geht und man natürlich erst die Scheiße „rausräumen“ muss, um dran zu kommen. Beim Thema Eierstöcke begannen plötzlich alle weiblichen Wesen am Tisch etwas von einem Speculum zu erzählen, das, wie mir erklärt wurde, eine Art Dildo mit Kamera sei und meistens viel zu kalt.

Viel zu kalt war auch das frisch gezapfte Bier, das mir als Breitseite über die Hose gekippt wurde. Erfrischend. Ich musste dann weiter Bier bestellen bis meine Hose trocken war – denn so kann man ja nun wirklich nicht auf die Straße gehen – dabei wurde ich betrunkener und betrunkener, bis wir dann doch endlich mal nach Hause gingen. Die Schwestern gingen auch. Beim Hinausschwanken rempelte mich die angehende Tierärztin an. Ich sagte ihr, sie solle das gefälligst lassen, ich sei ja schließlich keine Kuh. Sie entgegnete nur: „Wenn du eine Kuh wärst, hätte ich schön längst dein Rektum untersucht!“ Was soll man da sagen? Ich denke jetzt noch darüber nach, ob das eine versteckte Anmache war oder aber ein kurzes Aufblitzen des Genies, das damals die Pistole geschissen hat. Wir werden es wohl erst nächstes Jahr erfahren, zur gleichen Zeit am gleichen Ort mit neuem Bier und alten Kamellen.

Frohes Fest,
die Chantále

Wer hat eine eigene Meinung?

1 Kommentar
#1 UrinStinkt schrieb am 27.12.2007 11:36

Also, ich kann Asien und Halb Australien auf einmal in den Schnee pinkeln. Da sachste nix zu, wa?