milzwurst deluxe

Lebt ihr noch oder sterbt ihr schon?

Mein Freund Knut | 16.04.2008

Ich mache mir Vorwürfe. Ich habe für irgendwas Iranisches gespendet, ohne genau zu wissen für was. Jetzt sitze ich vor Knuts Gehege und hadere mit meinem Gewissen. Weiterlesen...
 

Suchbild des Tages | 11.12.2007

Irgendwas ist hier komisch. Ich weiß nicht genau was, aber eines der Elemente passt nicht in Schaufenstergestaltung, oder? Weiterlesen...
 

Achtung: Blähungen! | 18.11.2007

Wir haben ja schon so allerhand geflügelte Worte kommen und gehen sehen: gute wie schlechte. Bei vielen ist man sogar froh, wenn sie endlich wieder in der Versenkung verschwinden – denn besser geworden sind sie mit der Zeit nicht. Weiterlesen...
 

Wie viel ist Opi noch wert?

Da ist sie, die quälende Frage: „Wie viel bin ich wert?“. Bin ich, bist du und ist er/sie/es das wert? Wer dachte nicht schon einmal insgeheim darüber nach? Zugegeben, seit dem Ende des Dritten Reiches ist es zunehmend unpopulär geworden, über den Wert von Leben nachzudenken, aber mal im Ernst: Geht das eigentlich? Kann man einen Menschen in Geld bemessen? Kann man sagen, wie viel ein Menschenleben wert ist? „Natürlich nicht!“ schreit der politisch korrekte, soziale und mitfühlende Mensch. Unmöglich! Geht aber trotzdem. Elektronisch. Ich habe es selbst erlebt. Und viel ist es nicht, im Verhältnis gesehen.

Eines schönen Tages, ich hatte frei und das war gut so, schlenderte ich in die Innenstadt, um in einem Fotofachgeschäft eine Plastikflasche zu kaufen. Als ich diese Flasche dann an der Kasse bezahlen wollte, stand vor mir ein älterer Herr an, nennen wir ihn liebevoll Opi. Opi wollte eine Ersatzlampe für seinen Diaprojektor kaufen. Welch bittersüße Nostalgie. Aber altmodisch war unser Opi dennoch nicht. Er besaß nämlich die supermoderne M-Card. Für alle, die nicht aus München sind, das ist so was wie Happy Digits für die Weißwurst-Metropole. Da häuft man drei Jahre lang 10.000 Punkte an und bekommt dann einen Probebecher Obatzda, wenn man Glück hat. Besagtes Fotofachgeschäft war M-Card-Partner und Opi wollte sich die Bonuspunkte nicht entgehen lassen. Leider hielt er die Karte zu früh über den Scanner. Zack, schon war es geschehen! Opi wurde bewertet, er war noch 836 Euro wert, das zeigte die Kasse an. Jetzt wurde es amüsant. Verkäuferin Mandy versuchte Opi zu erklären, wie das passieren konnte und was ein EAN-Strichcode ist. Und wie das M-Card-Konglomerat versucht die Einwohner Münchens gemäß ihrer Restlebenszeit nach Kreditwürdigkeit zu bewerten. Gut 800 Euro Kredit für Opi, mehr hätte er zu seiner Lebzeit nicht zurückzahlen können, sagt das System.

Nun gut, letzteres ist meine persönliche Verschwörungstheorie, aber so weit hergeholt ist das ja nun wirklich nicht. Was wäre, wenn es wahr ist? Wenn der Code auf der Rückseite dieser M-Card über unseren Wert bestimmt? Wenn wir nur eine Nummer sind und wir alle nur als Bits und Bytes in einen gigantomatischen Netzwerk umherschwirren? Was ist, wenn dies ein Fehler in der Matrix ist und was wäre, wenn gleich die Typen mit den Sonnenbrillen hier hereinstürmen, weil ich es erkannt habe? Verdammt, wie war das mit den Pillen? Welche war jetzt noch mal die Richtige? Rot, blau, grün, gelb, rot, blau, grün, gelb... Mensch, jetzt räum' doch mal die Smarties weg!

Tschüssi,
die Chantále

Kommentare

2 Kommentare
#2 Oli schrieb am 25.09.2008 23:15

Schönschönschön! Sehr amüsant und wahrscheinlich auch leider voll zutreffend!

Und: Armer Opi ;-(

#1 eeeeeeeeeeewwwwwwwwilllllllll schrieb am 07.07.2007 21:29

mist, ich hab auch ne m-card.... Confused